Tipps & Hilfreiche Infos

Sieben erfolgsversprechende Tipps für deine optimale Bewerbung!

Henriette Hauerstein, eine der erfahrensten Karriereberaterin der Gesundheits-, Pflege- und Sozialbranche, gibt euch sieben erfolgsversprechende Tipps für die optimale Bewerbung.

Von Gastautor Henriette Hauerstein − 17. November 2016 remove_red_eye 1.519 Views

Du suchst eine neue Herausforderung oder den ersten Job?

1. Was will ich? Schaue nach vorn und bleibe nicht stehen!

Vielleicht ist es ein Krankenhaus der Maximalversorgung, eine große Rehabilitationseinrichtung, ein kleiner ambulanter Pflegedienst der ganz speziell Kinder betreut, eine Kita mit mehr als 200 Sprösslingen, eine therapeutische Praxis, die sich auf die Pädiatrie oder die Gerontologie spezialisiert hat.

Ist es das besondere Gefühl des sich Wohlfühlens in einer Gemeinschaft oder eher die Anonymität die dich reizt? Willst du Fachkraft oder eher Führungskraft sein oder als selbstständige Unternehmerin arbeiten? Es könnte auch passieren, dass du jetzt gar nicht weit nach vorne schauen möchtest, weil in greifbarer Nähe die „Erlösung“ – dein Examen steht.

Mit einem geschärften Blick in die Zukunft nimmst du das Steuerrad deiner beruflichen Karriere selbst in die Hand und genau das ist das Zünglein an der Waage!

2. Wo finde ich offene Stellen? Mit einem feinjustierten Blick führst du die Stellenrecherche!

Du hast dich entschieden und weißt, wo du starten willst. Jetzt musst du nur noch die richtige Stelle finden. Größere Einrichtungen schalten Stellenanzeigen in regionalen Tageszeitungen, Fachzeitschriften oder werben im Rundfunk. Viele Arbeitgeber veröffentlichen allerdings Ihre Stellenangebote hauptsächlich auf ihrer Homepage.

Bei mobilen Pflege- und Therapiediensten kannst du Stellenangebote an Autos entdecken. Lese die Stellenbeschreibung und das Leistungsangebot sehr genau. Prüfe ebenfalls, ob die darin aufgeführten Anforderungen durch dich erfüllt werden. Solltest du weitere Informationen für deine Entscheidung benötigen, dann scheue keine Mühe und nutze alle dir zur Verfügung stehenden Informationsquellen. Im Internet findest du sehr interessante und aufschlussreiche Daten. Schau dabei beispielsweise auf Leitbilder, Unternehmensziele oder O-Töne von Patienten oder Mitarbeitern. Prüfe, ob es auf der Internetseite eine Kategorie "Karriere" oder "Fort- und Weiterbildung" gibt. Noch besser ist: Wenn du Mitarbeiter, Patienten, Bewohner oder Angehörige persönlich fragen kannst.

3. Jetzt machst du deine Bewerbung perfekt!

Bewerbungen schreiben, das ist nichts Neues für dich. Den iPunkt setzen, fällt manchmal dagegen schon schwer. Womit kannst du die Tür des neuen Arbeitgebers weiter öffnen als andere?
Wann überspannst du mit deinen Forderungen oder Fragen den Bogen in einer Bewerbungssituation?
Darfst du den Fachkräftemangel wirklich ausnutzen oder dich sogar auf die faule Haut legen?

Das Anschreiben: Nehme die Stellenausschreibung zur Hand. Ziehe Parallelen zu den Anforderungen des Arbeitgebers und deinen Kompetenzen. Formuliere treffende Beispiele, damit dein neuer Arbeitgeber eine gute Vorstellung von deinem Können erhält. Denke daran: Das Bewerbungsschreiben ist neben deinem Lebenslauf und deinen Zeugnissen der entscheidende Türöffner für ein persönliches Bewerbungsgespräch. Wenn du das Anschreiben fertig hast, dann lass es eine Nacht lang liegen und lese es am nächsten Morgen noch einmal. Versetze dich dabei in die Rolle des Arbeitgebers und stelle dir die Frage: Würde ich diesen Bewerber einladen? Wenn deine Antwort unsicher ist, dann feile weiter und mache dieses Schriftstück perfekt.

Das Bewerbungsgespräch: Was meinst du, wie viele Bewerber haben sich genau auf deine Stelle beworben? Wer wirbt mehr – du oder das Unternehmen? Sucht das Unternehmen dich aus oder suchst du das Unternehmen aus? Je nachdem, wie du diese Frage beantworten kannst, ist das ein Gradmesser für zu verhandelnde arbeitsvertragliche Vereinbarungen. Mein Tipp für dich als Berufsanfänger ist, hierbei den Bogen nicht zu überspannen! Denn um im Beruf glücklich zu sein und sich weiterentwickeln zu können, ist die Beziehung zwischen dir und deinem Arbeitgeber ein Fels in der Brandung.

Grundsätzlich für das Bewerbungsgespräch gilt: Zeige deinem zukünftigen Arbeitgeber deine Schokoladenseiten, die du natürlich auch haben solltest. Wirst du nach Schwächen gefragt, dann nenne nie mehr als drei und leite aus diesen Schwächen gleichzeitig Stärken ab und das am besten an passenden Beispielen.

Höre im Gespräch sehr genau hin, ob das schriftliche Stellenangebot und die gesprochenen Worte übereinstimmen und wie sich die Gesprächsatmosphäre anfühlt. In einem aufrechten Bewerbungsgespräch bekommst du auf jeden Fall die Möglichkeit Fragen zu stellen. Frage das, was dir wirklich wichtig ist und worüber noch nicht gesprochen wurde (zum Beispiel: konkrete Arbeitsaufgaben, Arbeitszeit, Schichtdienst, Wochenenddienst, befristeter oder unbefristeter Arbeitsvertrag, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Teamzusammensetzung, Arbeitsklima, Urlaubsanspruch usw.).

4. Du brauchst das letzte Fünkchen Sicherheit

Du spürst, das Bewerbungsgespräch ist gut gelaufen, nur fehlt dir noch das letzte Fünkchen Sicherheit, um ja zu sagen. Sei mutig und frage nach der Möglichkeit einer Hospitation. Gehe gut vorbereitet hin. Überlege genau, was du beobachten willst. Ist es zum Beispiel die konkrete Arbeitsaufgabe, der Arbeitsablauf, die Teamstimmung, der Umgangston oder wie werden deine Fragen beantwortet und wirst du als willkommener „Gast“ aufgenommen? Denke dabei an deine Schokoladenseite, denn auch du wirst während der Hospitation sehr intensiv gemustert!

5. Willst du deinen Hausvorteil nutzen?

Immer wieder machen Arbeitgeber ihren Absolventen Stellenangebote. Für manchen ist das gerade ein großer Vorteil, weil die Einarbeitungszeit leichter fällt und ggf. auch die Anerkennung im Team bereits vorhanden ist. Alles im allem, du musst nicht total bei null anfangen und kannst diese bekannte Startrampe als gute Basis in deine Berufstätigkeit nutzen. Manchmal ist es allerdings auch sehr erfolgversprechend neu durchzustarten!

6. Du legst einen Zwischenstopp ein oder die andersartige Zukunftsinvestition!

Möglicherweise willst du noch gar nicht mit einer traditionellen Berufskarriere starten. Vielleicht ist dein nächster Schritt ein Studium an einer Berufsakademie, einer Fachhochschule oder einer Universität. Es könnte sein, dass du dich für einen gesundheits- oder pflegewissenschaftlichen, einen sozialpädagogischen oder betriebswirtschaftlichen oder Lehramtsstudiengang bewerben möchtest. Vielleicht musst du dich in diesem Zusammenhang sogar mit einer Eignungsprüfung qualifizieren.

Eine weitere Perspektive könnte das Ausland sein. 
Wusstest du schon, dass es ein Anschlussprogramm an deine Ausbildung gibt, mit dem du...

  • internationale Berufserfahrungen in den USA oder Australien sammeln kannst
  • in einem interprofessionellen Team das wichtigste Bindeglied im Betreuungs- und Entwicklungsprozess von Kindern bist.
  • eine Sprach- und Fachkompetenz von unsagbarem Wert ausprägen kannst.
  •  als gereifte Persönlichkeit mit reflektierten Lebens- und Berufserfahrungen nach Deutschland zurückkommst.
  • punktgenau in deine Zukunft investierst und du dich damit von der Masse deutlich abhebst.

Apex social gibt dir diese Chance und ganz ohne Lücke in deinem Lebenslauf.


7. Und was du noch beachten solltest!

Du hast eine Vorstellung über deine Zukunft in der Gesundheits-, Pflege- und Sozialbranche. Nur falle mit deinen Plänen bei deinem ersten Arbeitgeber nicht gleich mit der Tür ins Haus, sondern behalte deinen Blick in die Zukunft stets im Auge und schaue, wie dein Arbeitgeber dich im richtigen Moment unterstützen kann, damit du in 5 oder 10 Jahren dort landest, wo du gebraucht wirst und dich selbstverwirklichen kannst.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!
Henriette Hauerstein


Henriette HauersteinKurzvita
1959 das Licht der Welt erblickt • 1978 den ersten Schritt in die Pflege gesetzt • 1986 das Lehren für sich entdeckt • 2002 eine Behörde von innen erlebt • 2007 das Top-Management hautnah gefühlt, Ÿ2015 eine neue Fortbildungskultur etabliert und das Beraten zum Beruf gemacht.

Henriette Hauerstein wirft profunde Berufs- und Lebenserfahrungen in die Waagschale. Von der Krankenschwester zur Vorstandsvorsitzenden bis hin zur selbstständigen Unternehmerin bewegt Sie Bildung und Persönlichkeitsentwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen praxisnah. Als Lehrbuchautorin und Mitautorin des Pflege-Pschyrembel wird sie geschätzt. Sie coacht Führungskräfte und junge Menschen von Karlsruhe bis Kalifornien. Als gefragte Rednerin und Dozentin wird sie liebend gebucht. Menschen in der Zahl einer Kleinstadt hat sie erfolgreich eine Berufskarriere in der Gesundheits- und Sozialbranche eröffnet.
Sie ist die ideale Fachfrau für alle die, die weiter denken, weiter kommen und sinnerfüllt weiter gehen möchten. Zur pmb-Karriereberatung ›

Ähnliche Artikel aus der KategorieTipps & Hilfreiche Infos