Nadine erzählt über ihre 2,5 Jahre USA mit Apex Social als Erzieherin in New York und Washington DC, USA

Hey, ich bin Nadine, 29 Jahre alt und komme aus Krefeld. Ich bin eine sehr aufgeschlossene, kontaktfreudige und aktive Persönlichkeit. Ich liebe Reisen, Kochen und Wandern.

2017 bin ich Teile des Jakobswegs gepilgert und habe viele wundervolle Menschen kennengelernt. Dort habe ich festgestellt, wie gerne ich mit Menschen aus aller Welt kommuniziere und über ihre Kultur lerne. Mein Interesse an Kulturen und Reisen zeigte sich schon in frühen Jahren.

Nach meinem Schulabschluss habe ich zuerst die Kinderpflegeausbildung und direkt im Anschluss die Erzieher Ausbildung absolviert. 2014 nach der Ausbildung kam endlich der erste große Schritt raus aus Krefeld.

Für 4 Wochen ging es nach Guatemala, Antigua in einen Spanisch-Sprachkurs und gleich im Anschluss leistete ich Soziale Arbeit in einem Kindergarten in Costa Rica.

Da war es auch schon geschehen das Fernweh hat mich seitdem nicht mehr verlassen. Zurück in Deutschland habe ich Arbeitserfahrung in einer Kindertagesstätte und in einem Internat für Special Needs Jugendliche sammeln können. Die Arbeit mit den Jugendlichen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jedoch habe ich gemerkt, dass 3 Wochen Backpacking im Jahr nicht genug sind.

So habe mich an die Recherche gemacht und bin auf viele Auslandsprogramme gestoßen, jedoch zahlt man bei den meisten viel zu hohe Preise. So war ich umso mehr überrascht als ich Apex Social fand. Eine Möglichkeit für mich im Ausland Arbeitserfahrung zu sammeln und dafür gerecht bezahlt zu werden!

Im Juni 2018 ging es los nach New York. Voller Aufregung bin ich meiner Gastfamilie zum ersten Mal begegnet. Nach einem erfolgreichen Start haben wir in meinem ersten Monat direkt einen gemeinsamen Strand Urlaub gemacht und sind im August nach Washington, DC gezogen. 2,5 wundervolle Jahre habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht.

In denen ich mit einem 10-jährigen non-verbalen Jungen mit Zerebral Parese und seinen beiden jüngeren Geschwistern gearbeitet habe. Meine Gastfamilie bekam meine zweite Familie, wir sind zusammen gereist, haben Feiertage zusammen verbracht und das gemeinsame Abendessen genossen. Mein Lieblingsfeiertag ist heute Thanksgiving. Meine Gastfamilie hat mir gezeigt, wie schön, hilfsbereit und offen sie diesen Tag feiern. Freunde, Verwandte und sogar meine Freunde waren herzlich willkommen.

Ich habe unbezahlbare Erfahrungen und Erinnerungen mitnehmen dürfen, in der Zeit mit den Kindern und mit den Therapeuten. Genauso wie mit meinem neuen bunten Freundeskreis aus aller Welt! Meine Freizeit war zusammengewürfelt aus Wochenendtripps (insgesamt habe ich 20 Staaten besucht), Kayaken auf dem Potomac, wandern im Shenandoah Nationalpark und sonnen Baden in Ocean Pines oder einfach die wunderschöne Stadt Washington, DC genießen.

Neben meine Freizeitbeschäftigungen, Reisen und der Zeit mit der Familie habe ich einmal wöchentlich im Kinderkrankenhaus Freiwilligen Arbeit geleistet. Noch heute erinnere ich mich an das Lächeln der Kinder, im Krankenhaus, wenn ich den Raum betrat, um mit ihnen zu Spielen oder den Garten zu besuchen.

Covid-19 war für mich wie für viele ein großer Schlag, der den Alltag komplett verändert hat und die Freizeit eingeschränkt hat. Unter anderem meinen langersehnten Reisemonat konnte ich nicht antreten.

Jedoch gab es auch positive Veränderung und Erfahrungen durch die Pandemie. Ich habe Unmengen an Erfahrung durch die Online Therapie Stunden mit meinem Gast Kind sammeln können und habe mich letztendlich für ein Online-Studium zur Sozialarbeiterin an der IU eingeschrieben.

2021 zurück in Deutschland hat mein ehemaliger Arbeitgeber mich sofort freudestrahlend wieder eingestellt. Dies sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Denn im September 2021 ging es auf in mein nächstes Abenteuer: Indien!

Während meiner Reise durch Nord-Indien, habe ich dann tatsächlich zum ersten Mal einen Kulturschock erlitten! Bisher haben mich viele nach jeder meiner Reisen gefragt: Und hattest du einen Kulturschock? Nie habe ich so richtig verstanden, was das bedeuten soll.

Bis ich in Old Delhi auf dem Mark stand und plötzlich war ich vollkommen überfordert. Nach all dem “Social Distancing”, plötzlich in der Mitte so vieler Menschen und das Hupen der kreuz und quer drängelnden Autos um mich herum. Wahnsinn! Das Bereisen neuer Orte hat mir so viele Eindrücke und Erfahrungen gebracht, die ich nie wieder hergeben möchte. Heute lebe ich zusammen mit meinem Freund im sonnigen Süden Indiens in Bangalore, lerne Hindi, um hier noch besser mit den Einheimischen kommunizieren zu können, studiere Online Soziale Arbeit und bin stolzer Teil der Apex Community.

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