Berufserfahrung

Was wäre wenn du noch einmal ins Ausland gehen könntest...?

Friederike erzählt über ihre Entscheidung nach Australien zu gehen!

Von Gastautor Friederike Sch. − 02. Februar 2018 remove_red_eye 1.172 Views

Friederike, Pädagogin (26), war bereits mit apex social für ein Jahr in den USA und hat jetzt wieder den großen Schritt gewagt: ein Jahr Australien!

Was ihre Gründe für ein weiteres Jahr im Ausland waren und wie die ersten Tage in Australien so waren erzählt sie uns hier selbst:

 

Throwback to times with friends in the USA

Throwback to times with friends in the USA

 Warum Australien?

Etwa ein halbes Jahr vor meiner Ausreise nach Australien fing ich damit an, über ein erneutes Auslands - Programm nachzudenken. Ich war damals ca.1,5 Jahre aus den USA zurückgekehrt, hatte einen sicheren Job als Pädagogin in München gefunden und eine wunderschöne Wohnung. Warum also nochmal ins Ausland und wieder als professionelles Aupair arbeiten?

Dabei spielten für mich einige Punkte eine Rolle:

Zum einen meine wunderbare Erfahrung als professionelles Aupair in Amerika, wo ich eine Gast - Familie mit 3 kleinen Kindern betreute. Das Jahr in Alexandria (VA) gehört sicherlich zu den unvergesslichen Momenten in meinem Leben. Die Familie dort hat mich direkt herzlich aufgenommen und ich fühlte mich vom ersten Tag an sehr willkommen und geschätzt, sowohl menschlich als auch professionell. Diese Erfahrung wollte ich sehr gerne in ähnlicher Form noch einmal machen.

Zum anderen bin ich ein kleiner Wandervogel und kann nicht lange an einem Ort bleiben.

Irgendwann ging mir das Leben in Deutschland auf die Nerven, dieses ständige Hetzen und Kämpfen, nur um seinen Lebensunterhalt zu verdienen… dabei verlernen die Menschen, glücklich zu sein und zu leben! Und im Ausland habe ich das nicht so erlebt. Zwar arbeiten die Menschen dort auch sehr viel, wenn nicht sogar mehr als in Deutschland, aber sie genießen ihr Leben mehr, lächeln, kennen ihre Nachbarn und unterstützen sich gegenseitig.

Dieses “Freisein” vermisse ich in Deutschland, vor allem da ich durch meine Aufenthalte in Afrika und den USA diese andere Lebenseinstellung kennen und wertschätzen durfte. Als mir dann auch noch seitens der Agentur gesagt wurde, dass Leute für das Australien-Programm gesucht werden, stand mein Entschluss ziemlich schnell fest!

Ablauf des Bewerbungsprozess für Australien

Da ich bereits ein Profil bei apex social von meiner Zeit in den USA hatte, musste ich nicht mehr viel machen und konnte mich direkt nach passenden Familien umschauen. Dabei war meine erste Wahl direkt meine jetzige Gastfamilie. Ich wollte zwar eigentlich keine 3 Kinder mehr zur Betreuung, aber die Familie fiel mir unter allen anderen einfach positiv auf und auch die anderen Punkte passten.

So fingen wir bald danach an persönlich uns über Skype und Emails schreiben kennenzulernen. Ich hinterließ anscheinend auch einen guten Eindruck, da die Familie schon bald Rückmeldung gab, dass sie mich gerne als ihr nächstes  PROAupair haben würde.

So hatte ich dann ca. noch ein halbes Jahr Zeit, um die fehlenden Papiere (Visa etc.) zu ergänzen, den Arztcheck nochmal zu durchlaufen und vor allem meinen Job zu kündigen und meine Wohnung unterzuvermieten. Es war dann doch noch mehr Arbeit als gedacht, aber letzten Endes habe ich alles geschafft, sodass es also am 22.1. los gehen konnte!

Start ins neue Abenteuer

Der Flug nach Australien war gefühlt unendlich lang und ich musste 2mal umsteigen, einmal in Dubai und einmal in Brisbane. Meine Familie lebt in der Nähe von Canberra, der unbekannten Hauptstadt Australiens, ca. 30 Minuten nördlich davon auf dem Land. Nach knapp 28 Stunden Reise  landete ich also endlich am Flughafen in Canberra und wurde von meiner Gastmutter und der Tochter A. sehr herzlich begrüßt. Sogleich ging es mit dem Auto im Linksverkehr ( Die Autos fahren alle falsch rum!! :-)) nach Murrumbateman, meinem neuen Zuhause für das nächste Jahr.

Dort lernte ich auch den Rest der Familie kennen; den Gastvater L., den 9-jährigen Sohn C., das 5 Monate alte Baby Cl. und den Familienhund Sprocket. Im großen Garten leben außerdem 2 Alpakas und 3 Hühner. Auf dem Nachbarsgrundstück tauchen oft Känguruhs auf und der andere Nachbar besitzt Pferde.

Nach einem schnellen Lunch mit Omelette und Brot und einer Hausführung hatte ich dann den Nachmittag, um in aller Ruhe anzukommen, auszupacken und die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Letzendlich schlief ich gegen 18 Uhr ein, da ich auf der langen Reise fast nicht geschlafen hatte und ich sehr erschöpft war.

Ich wachte dann um 2 Uhr nachts auf, da ich immer noch die deutsche Zeit gewöhnt war und es für mich somit nachmittags war. Ich war den ganzen Tag dann nicht wirklich wach und fit und konnte immer noch nicht so ganz realisieren, dass ich wirklich in Australien war! Ich verbrachte den Tag also größtenteils mit Relaxen, Ankommen und Ausruhen.

Freitag war dann schließlich ein großer Tag für Australien, es war nämlich Australia day! Das ist mit einer der größten und wichtigsten Feiertage, da die erste Besiedlung der Engländer in Australien durch James Cook vor ca. 200 Jahren gefeiert wird. Wir feierten den Tag mit einem großen Family barbecue auf unserer Terrasse (hier ist gerade Sommer! ;-)), wozu auch die Mutter der Gastmutter kam sowie die Schwester von meinem Gastvater und seine Eltern. Es war ein sehr schöner Tag mit viel Essen und netten Gesprächen. Und nach dem  Essen wird traditionell Kricket im Fernsehen angeschaut. Das ist mit eines der Überbleibsel der englischen Kolonialzeit…

Kricket...Dieses Spiel werde ich wohl so schnell nicht verstehen! 😉

Am Nachmittag dann erkundete ich noch ein bisschen die Gegend, in der ich nun zu Hause bin und genoss die australische Nachmittagssonne. Die Natur und die Tiere sind hier schon nochmal anders als in Deutschland, in den USA oder auch Afrika! Am meisten hat mich die riesige Raupe bisher beeindruckt, die so groß war wie die Hand meines 9 jährigen Gastjungen. Wie jeden Abend in der ersten Woche, fiel ich um 21 Uhr todmüde ins Bett… der Jetlag dauert wohl doch länger als gedacht!

Am  Samstag fuhr ich das erste Mal mit meiner Gastmutter nach Canberra Downtown. Sie zeigte mir die Schule der Kids (Sie haben noch eine Woche Sommerferien), den Pool, wo beide Kinder schwimmen lernen und wir kauften eine Simkarte für mein Handy. Ich freue mich schon drauf, bald Canberra alleine zu erkunden!

Bald werde ich mit meiner Tagesroutine anfangen und die Kinder Mo, Di, Do und Fr von 7 Uhr bis 17 Uhr betreuen. Die beiden Größeren gehen von 9 bis 15 Uhr in die Schule, sodass ich dann mit Baby Cl. alleine sein werde. Ich bin sehr gespannt auf die Arbeit; vor allem, da beide Kinder Förderbedarf haben: C., der Älteste hat ADHD und Autismus und A. hat das Down-Syndrom. Ich freue mich drauf, alle drei Kinder für ein Jahr auf ihrem Weg zu begleiten und so gut wie möglich zu fördern!


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