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Berufserfahrung

Never give up - Nathalie‘s Erfahrungen in den USA

Grow through what you Go through

Von Gastautor Nathalie Platte − 31. März 2018 remove_red_eye 1.075 Views

"Und eines Tages sagt die Stimme deines Herzens klar und deutlich *Jetzt!* und Nichts und Niemand kann dich aufhalten" (Jochen Mariss)

Nathalie (25) ist als Erzieherin in die USA gegangen und hat so einiges erlebt. Hier erzählt sie uns mehr, um anderen Mut zu machen und damit zukünftige Kandidaten sich ein Vorbild nehmen können. - Danke Nathalie für deinen Bericht :-)

 

Hallo ihr Lieben,

wer von euch kennt diese Situation vielleicht? Ihr wollt unbedingt für eine lange Zeit ins Ausland  als Professionelles AuPair aber ihr traut euch nicht? Oder ihr findet Ausreden wie zum Beispiel: Ich habe ja noch Zeit, probiere ich es nächstes Jahr oder gar Ausreden wie: „Ich habe doch schon einen festen Job plus eine Wohnung und das wäre doch alles viel zu viel jetzt aufzugeben?“

Es ist nie zu spät, es ist nie zu viel und es ist nie zu schwer WENN DU es wirklich möchtest!

 Nathalie Platte

Ich heiße Nathalie und bin 25 Jahre jung. Ich komme aus Frankfurt am Main in Deutschland. Seit dem ich 13 bin träume ich davon für ein bis zwei Jahre in den Staaten zu leben und als Au Pair zu arbeiten. Mit 19 Jahren habe ich mich das erste Mal für das Aupair Programm beworben, war mit meiner Bewerbung durch und habe schon mit Gastfamilien gesprochen.

Ja, damals war ich 19 Jahre alt und war gerade fertig mit meiner Ausbildung als Sozialassistentin. Irgendwann habe ich mich aber dann doch entschieden meine Ausbildung zur staatlich-anerkannten Erzieherin, zuerst zu beenden und dann in die USA zu gehen und meinen Traum zu erfüllen. Nach meiner Ausbildung zur Erzieherin begann ich eine feste Stelle, in der ich dann drei Jahre gearbeitet habe.

Meinen Traum von der USA war im Unterbewusstsein da, aber ich habe niemals mehr damit gerechnet, dass dieser in Erfüllung gehen würde. Ich hatte ihn quasi schon auf das Abstellgleis gestellt . 

2016 im August dachte ich mir „Jetzt reicht es“ ich nutze jetzt meine letzte Chance und gehe in die USA .

Bewerbungsprozess...

Ich kannte schon einige Aupair Programme und habe gesehen, dass einer meiner Freunde bereits  mit apex social in den USA war. Also habe ich ich mit diesem Programm auseinandergesetzt, da ich es als Erzieherin mit drei Jahren Berufserfahrung als interessanter empfand meine beruflichen Qualifikationen umsetzen zu können.

Also  bewältigte ich erfolgreich meine Bewerbung und ging wie alle anderen durch den Prozess der Anmeldung, der Familien Suche, der Aufregung und dem Gefühl des Unbekannten. Ich hatte zahlreiche Interviews mit Gastfamilien und wurde immer aufgeregter bis ich im Februar 2017 mit einer Familie gematcht habe.

Dann ging es bereits los für mich. Ich kündigte meine Wohnung, meinen Job, alle meine Verträge. Ich räumte über einen langen Zeitraum meine Wohnung und hatte mindestens ein halbes Jahr Vorbereitungszeit. Bis es nun endlich mit Vorfreude am 5.08.2017 ins Unbekannte los ging. 

Mein Start in den USA - mit ein paar kleinen Stolperlöchern

Ich kam in meiner Familie an und war erst mal zufrieden hier zu sein. Ich merkte allerdings  schnell, dass das Miteinander nicht richtig passt und dass wir auch nichts passend machen können. Und dann kam nach drei Wochen das, was kein Professionelles Aupair gerne möchte, was aber dennoch die Realität in vielen Aupair Leben ist nämlich das REMATCH.

Rematch war das was ich am wenigstens erwartet oder gewollt hatte. Ich hatte doch drei Wochen zuvor erst alles verkauft und aufgegeben und jetzt das? Das soll das Ende sein?

Zum Glück hatte ich eine tolle Area Directorin und wurde von meiner Agentur kraftvoll durch meine schwere Zeit begleitet. Ich war sehr aufgeregt und habe gedacht, dass dies jetzt das Ende hier ist und ich nach Hause muss. Die Agentur hat mir aber sehr gut zu gesprochen und mir in dieser Situation gut zur Seite gestanden und in der zweiten Rematch Woche habe ich dann meine neue Familie persönlich getroffen und wir haben uns füreinander entschieden.

Könnt ihr euch vorstellen wie so ein Zweiter Neuanfang sich anfühlt?

Alles geht von vorne los obwohl man noch nicht einmal richtig angekommen ist? Egal dachte ich mir. Ich hab es sowieso schon hier her geschafft warum sollte ich das nicht überstehen? Und so ging alles voran ich zog zu meiner neuen Gastfamilie in Fairfax Virginia und lebte mich da ein.
Ich wurde gut aufgenommen und hatte endlich die Zeit mich in den USA einzugewöhnen, doch nach der ersten Enttäuschung des Rematches war das erst mal nicht so einfach. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass ich nach ungefähr drei bis vier Monaten mich in den USA eingelebt hatte. 

Am Anfang geht alles sehr schnell. Du kommst in deiner Familie an, du lernst die Familie und die Kinder sowie aber auch die Unterschiede unserer Kulturen und unseren Erziehungszielen und Stilen kennen, was manchmal stark auseinanderliegt. Interessant wird es damit umzugehen und zusammen zu erarbeiten welches der gemeinsame Weg ist.

Die Beantragung des Führerschein und der Social Security Number, Auto fahren in den USA, das Leben in einer amerikanischen Familie. All dies empfand und empfinde ich weiterhin als eine tolle Aufgabe für einen selbst. Man lernt über andere Persönlichkeiten aber auch über sich selber, man entwickelt sich weiter und ist am Ende froh das alles erlebt haben zu dürfen.

Mit der Familie konnte ich viel über das Leben einer amerikanischen Familie lernen, ich wurde gut integriert und von Familien Urlaub über regelmäßige gemeinsame Dinners war alles dabei. Besonders gerne habe ich viele deutsche Gerichte gekocht und wir haben diesen beidseitigen kulturellen Austausch  gerne gehabt. Ich habe meine Kinder hier super lieb gewonnen und sehe sie nicht als mein „Projekt“ an sondern als kleine Geschwister :) Für mich fühlt es sich in den USA wie ein zweites Zuhause an und ich bereue keinen Tag alles verkauft zu haben und ich bereue keinen Tag dieses Abenteuers.

Es kommen immer wieder Sachen hinzu und ich empfinde ein Jahr als viel zu kurz um hier zu bleiben. Deswegen verlängere ich nun für ein ganzes zweites Jahr.

image4Denkt immer daran, dass Rematch kein Grund ist, der ein ganzes Jahr negativ erscheinen lassen muss!!!!! Ganz im Gegenteil. Es ist eine "Learning Expereince" die mich stolz und stark gemacht, jetzt weiss ich, dass ich auch in der Zukunft die kleinen und grossen Herausforderungen des Lebens meistern werde.

Danke apex social für die tollen Erfahrungen, die ich hier machen darf, und Danke an meine Freunde und Eltern zu Hause das ihr an mich geglaubt habt und eure Unterstützung.

Meine Erfahrungen möchte ich weitergeben und helfen, und habe eine Gruppe gegründet, speziell für ehemalige und derzeitige Rematch apex PRO Aupairs, damit ihr jemanden zum sprechen habt, der selbst in der Situation war und die Sorgen und Ängste selbst erlebt hat. Du/Ihr bist/seid also nicht allein :-)  

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Feeback!!

Alles Liebe

Eure Nathalie

No Risk, no Fun!

Wer Nichts wagt der Nichts gewinnt.
Sucht euch aus was euch am Besten motiviert und dann zieht es einfach durch! Wo sind die „Powerzwerge“ unter euch, die sich ihren Lebenstraum noch erfüllen wollten? Entscheide dich und kämpfe noch heute dafür! Du wirst es nicht bereuen.


 

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