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Berufserfahrung

Meli’s 18 Monate in Kalifornien – Rückblick auf mein Auslandsjahr

Wie 18 Monate in den USA mein Leben veränderten...

Von Gastautor Meli Naumann − 08. März 2018 remove_red_eye 426 Views

Ergotherapeutin Meli (21) aus Leipzig, war für 18 Monate in Kalifornien! Sie hat uns jetzt einen Rückblick auf ihre Zeit dort geschickt, um unseren zukünftigen Kandidaten einen Eindruck von ihrem Leben dort zu geben.

Hallo, ich bin Meli, 21 Jahre alt, Ergotherapeutin aus Leipzig in Sachsen und habe jetzt für anderthalb Jahre im wunderschönen Staat Kalifornien gelebt.
„Ich will nach Amerika!“, so lautete der Plan schon im ersten Lehrjahr während ich meinen Abschluss als Ergotherapeutin anstrebte. Einen Auslandsaufenthalt mit Berufserfahrung zu verbinden klang für mich nach dem perfektem Abenteuer.
Nachdem mich das Fernweh mehr und mehr packte, fasste ich den festen Entschluss für ein Jahr ins Ausland zu gehen (aus dem dann anderthalb Jahre wurden). Etwas Vorbereitung, Koffer packen und dann saß ich im Sommer 2016 nun endlich im Flieger.
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Ich kann mich noch genau and die gemischten Gefühle erinnern, einerseits die Freunde und Familie für eine längere Zeit zurückzulassen, aber auch die Vorfreude auf neue Herausforderungen.
Wie im Film – mit Namensschild und Kaffee – wurde ich von meiner Gastfamilie, 2 Jungs und einem Mädchen am Flughafen in Los Angeles empfangen.
Mein typischer Arbeitsalltag bestand aus Kinder wecken, sie zur Schule fahren, dann hatte ich ein paar Stunden frei in denen ich zum Sport oder mit Freunden zum Strand gegangen bin, geskypt oder gelesen habe, aber auch Einkäufe und Wäsche erledigt habe. Nachmittags habe ich die Kinder dann von der Schule abgeholt, sie zu ihren verschiedenen sportlichen Aktivitäten gefahren und abends meistens gekocht und die Kinder  ins Bett gebracht. An den Wochenenden hatten die Kinder dann meistens Spiele oder andere, meist sportliche Aktivitäten.
Durch 3 aufgeweckte Kinder und 3 Hunde war bei uns Zuhause immer etwas los.
Wenn am Wochenende oder in dem Ferien Zeit war, haben wir immer viel unternommen. Mit dem kleinen Mädchen, Diagnose ADHS habe ich viel kreativ gestaltet oder wir waren zusammen unterwegs. Mit dem mittleren Jungen war ich viel draußen, zB. in Skate-Parks, wir haben zusammen gekocht, oder sind mit den Hunden zum Strand gegangen. Mit dem ältesten Jungen, der als Diagnose Autismus und ADHS hatte, dauerte es eine gewisse Zeit, eine Bindung aufzubauen. Durch gemeinsame Aktivitäten und Urlaube mit der Familie wurde die Beziehung aber immer enger.

Freizeit? = Reisen!

Sobald ich frei hatte, war ich unterwegs. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, so viele neue Städte wie möglich zu erkunden und so viel wie möglich zu reisen. Also habe ich mich mit meinen Freunden ins Auto oder in den Flieger gesetzt und die Vorfreude auf jedes neue Abenteuer genossen. ich kann heute sagen, dass wir das Beste aus unserer Zeit gemacht haben. Neben  Orten wie Seattle, Neujahr in Las Vegas, Cruise von Florida zu den Bahamas, Hawaii, New Orleans, New York, Washington DC., Tagesausflug von Rhode Island nach Boston, Camping in Arizona, Skiurlaub in Whistler (Kanada) Sonnen Auf- und Untergang am Grand Canyon und vielen mehr – haben wir auch viel in der Gegend erkundet, waren in Los Angeles und San Diego, Hiken an unterschiedlichen Trails und Entdeckungstouren zu verschiedensten Stränden. Dadurch kam das Gefühl von Heimweh so gut wie nie auf.
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In den letzten Monaten habe ich nun das Alleinreisen für mich entdeckt und bin unter anderem nach Texas und Mexiko geflogen und als nächstes werde ich nach San Francisco und Vancouver von meiner Liste abhaken können.
Wenn ich auf meine Zeit in den USA zurückblicke, erinnere ich mich gern an all die Erfahrungen, die ich gesammelt habe und bin so dankbar für alle Menschen, die ich kennen und lieben gelernt habe. Ich beherrsche nun die englische Sprache, was mir die Möglichkeit gibt, mich überall auf der Welt verständigen zu können.
Unter anderem kann ich auch persönliche Veränderungen feststellen. Ich würde mich als viel offener und verständnisvoller beschreiben. An den ganzen Herausforderungen, denen ich mich gestellt habe bin ich wahnsinnig gewachsen und betrachte Dinge nun aus einem anderen Blickwinkel. Neue Menschen und Kulturen kennenzulernen, erweitert definitiv den Horizont und das Beste, was man davon mitnehmen kann, ist ein Haufen unvergesslicher Erinnerungen und Erfahrungen die dein Leben verändern!
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Habt ihr noch Lust mehr über Erfahrungen in den USA zu lesen? Dann schaut doch mal bei unseren anderen Berichten noch vorbei!

 

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