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Berufserfahrung

Als Ergotherapeut in die USA und nach Australien

Wie ich meinen Horizont erweiterte

Von Gastautor Matthias R. − 11. August 2019 remove_red_eye 120 Views

Ergotherapeut Matthias R. (28) aus Gladbeck (NRW) war mit uns in den USA und in Australien. Heute berichtet er uns von seinen Erfahrungen und wie er sich durch eine unerwartete Chance weiterbilden konnte:

Wie kam es dazu, dass du nach deinem USA Aufenthalt nach Australien gegangen bist?

Über Apex kam ich dazu in den USA, in einer wunderbaren Familie zu arbeiten. Aus dieser Zeit habe ich so viel positives mitnehmen können. Vor allem konnte ich mich beruflich, aber auch persönlich weiter entwickeln. Als ich mich mit einem Freund später in Deutschland darüber unterhielt und das Fernweh in mir stieg, erinnerte ich mich, dass ich mit Apex auch nach Australien gehen kann und packte somit den Entschluss mich noch einmal ins Abenteuer zu stürzen. 

Wie sah dein Aufgabenbereich in der Australischen Familie aus?

Mein Gastkind Isaac ist Autist. Ich kochte täglich für ihn, wir unternahmen verschiedene Ausflüge, spielten und tobten gerne draußen herum und ich begleitete ihn zu verschiedenen Therapieprogrammen. Was mir besonders auffiel war, dass die Familie sehr respektvoll mit einem umging und viel Wert auf meine fachliche Meinung legte.Ich wurde überall einbezogen und konnte so meine Fachkenntnisse praktisch einbeziehen und von dem Therapeutenteam was dazu lernen. Das Besprochene und die neu erlernten Techniken, wurden dann zu Hause regelmäßig im Alltag integriert und umgesetzt. Ich unterstütze Isaac auch in der Schule und bekam dadurch Einblicke in das australische Schulsystem. Es war einfach spannend, jeden Tag etwas Neues zu sehen und dazu zu lernen. 

Was war deine beste Erfahrung in dieser Zeit?

Meine beste Erfahrung war, dass sich eine unerwartete Möglichkeit für mich ergab, die ich mir so nie hätte träumen lassen und die meinen Werdegang sehr bereichert hat. Ich bekam die Chance, eine neue Therapieform zu erlernen. Das ganze kam so zustande, da meine Gastfamilie regelmäßig mit Isaac nach Kalifornien reiste, um an einer neuen und speziellen Spieltherapie namens “Floortime” teilzunehmen. Ein paar Jahre zuvor, hatte ich genau über dieses Konzept mit Susan Asay, der Gründerin von Apex gesprochen. Nachdem ich diese Art von Therapie mit Isaac erleben durfte und Isaacs Spieltherapeuten näher kennenlernte, hatte ich das große Glück eine Fortbildung in dem Bereich zu machen und somit Floortime Spezialist zu werden.

Wie würdest du deine Zeit Rückblickend beschreiben?

Ich habe mich mit offenen Augen in dieses Abenteuer gestürzt und wie ihr seht, hat es sich gelohnt. Manchmal ergeben sich unerwartet Chancen im Leben und ich kann nur jedem empfehlen über seinen Schatten zu springen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Ihr werdet so viel über euch lernen, neue Menschen kennenlernen und euren Horizont erweitern. Die ganzen Therapien, Herangehensweisen und die Therapeuten, die man durch das Programm kennenlernt, geben einen nochmal ganz neue Einblicke und lassen einen wachsen.

Mein Rat an Euch:

Zögert nicht, habt keine Angst Fragen zu stellen und bleibt neugierig. Dazu gehört das verstehen und verstanden werden im Alltag und vor allem während der Therapien. Andere Menschen sind immer geduldig und erklären alles gerne zwei, drei oder sogar viermal. Du verstehst dadurch das ‚warum‘ besser und lernst eine Menge für dein eigenes Leben, beruflich als auch persönlich!


 

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