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Berufserfahrung

Eine Reise, die den Horizont erweitert

Diese Dinge erinnern mich täglich daran, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Von Gastautor Inka Trei − 10. September 2018 remove_red_eye 266 Views

 

“And so the adventure begins”, meine ersten Momente

Dann stand ich auf einmal dort, am Flughafen in Bremen, mit meinen Eltern und meinem Koffer für mein nächstes Abenteuer. Ja, ein Koffer! In den Koffer hatte ich mein ganzes Leben gepackt, alles was ich brauchte für meine Zukunft. Unglaublich, dass der Koffer nicht schwerer als 20 kg war. Ich habe ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, dass alles was ich brauche in einen Koffer passt. Dann bin ich von Bremen nach München und von München nach Los Angeles geflogen. Insgesamt saß ich 13 Stunden im Flieger und habe vor aufregung kein Auge zu bekommen. Total neugierig und müde kam ich dann in Los Angeles an. Als die Tür vom Flugzeug aufging, kam mir die warme Luft entgegen und nachdem ich es durch die Zollkontrolle geschafft hatte, hat mein Koffer und die Gastfamilie schon auf mich gewartet.

Meine Gastfamilie hatte ein Plakat mit meinem Namen gebastelt und darunter saßen 2 Kinder, die super aufgeregt jedem hinterher geschaut haben, der aus der Tür kam. Nach der ersten Begrüßung haben wir uns auf den Weg nach Orange County gemacht, was ca. 1 std. südlich von Los Angeles liegt. Schon alleine die Fahrt durch Los Angeles, auf einem 16 spurigen Freeway, war für mich überwältigend. Dann hat uns das Navigationssystem auf den Pacific Coast Highway geführt. Der Pacific Coast Highway, den man in etlichen Filmen gesehen hat und über den etliche Musiker im Radio singen.

Dieser Tag wird immer präsent in meinem Kopf sein!

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.  - Goethe

 

Fun Facts über Amerika

  • Amerika hat einen Drive-In für alles, selbst wenn du zur Bank gehst brauchst du nicht aus dem Auto steigen.
  • In Deutschland wird zu besonderen Anlässen wie Geburtstage oder an Feiertagen das “gute Geschirr” rausgeholt, Amerikaner genießen ihren Weihnachtsbraten auf Papptellern.
  • Anstatt die rechts-vor-links Regelung haben Amerikaner Stoppschilder an kleineren Kreuzungen.
  • Ein Starbucks Becher trägt fast jeder mit sich, egal ob am Beach oder beim Sport.
  • Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt, deren Schwester jemanden kennt, der einen Onkel hat, deren Schwester einen Mann hat der Deutsch ist.

 

7 Lektionen, die du aus einem Auslandsaufenthalt für dein weiteres Leben mitnimmst

In ein anderes Land zu ziehen klingt im ersten Moment ziemlich beängstigend. Das Gefühl, dasHawaiis man niemanden kennt, das Anpassen an eine andere Kultur und deren Art zu Leben, aber auch das verlassen seines ganzen Lebens in Deutschland/Österreich.

Während sich viele Leute, die sich mit dem Thema “Auslandsaufenthalt” auseinandersetzen, auf diese überwältigen Dinge fokussieren habe ich hier mal ein paar Lektionen aufgelistet, die ich in meinem Auslandsaufenthalt gelernt habe und die mich täglich daran erinnern, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

  1. Du wirst unfassbar viel über dich selbst lernen. In ein anderes Land zu gehen erlaubt dir zu wachsen. Du wirst in einer anderen Umgebung sein, dich an eine neue Kultur anpassen und vor Situation stehen, die du so noch nie hattest. Du bist nicht mehr in deiner Komfort Blase, umgeben von deinem Umfeld, das dir sagt was zutun ist. Nun hast du die Möglichkeit gewisse Situationen im Leben für dich zu reflektieren und darüber nachzudenken, was du aus der Situation machen willst und was das beste für dich ist.Du wirst neue Leute und andere Kulturen kennenlernen, aber am Ende des Tages wirst du ebenso viel über dich und was du wirklich willst Lernen.
  2. Du wirst eine andere Denkweise entwickeln. Nichts macht dich aufgeschlossener als das Reisen oder Leben außerhalb deines Heimatlandes. Du wirst so viele neue Kulturen, Traditionen und Ideale, sowie politische und religiöse Ansichten kennenlernen. Deine Denkweise, die du im Laufe deines Lebens aufgebaut hast wird sich verändern.Das ist die Zeit, in der du andere Ansichten verstehen und schätzen lernst, indem du sie selbst siehst und mit erlebst.
  3. Du wirst neue Fähigkeiten entwickeln. Ich glaube bei diesem Punkt wissen alle was jetzt kommt, aber er ist super Wichtig, deshalb nenne ich ihn nochmal. Wenn du dich über einen längeren Zeitraum in einem anderen Land aufhältst, wirst du definitiv eine neue Sprache lernen. Aber nicht nur das, sondern du entwickelst auch neue Fähigkeiten oder findest heraus, dass du Fähigkeiten hast und einfach noch nie die Möglichkeit hattest sie zu gebrauchen.Ein Auslandsaufenthalt bietet so viele Erlebnisse, die du vorher wahrscheinlich übersehen hast.
  4. Du wirst aus deiner Komfortzone ausbrechen. Ob du es willst oder nicht, das wird auf jeden Fall passieren. Vielleicht sogar alltäglich. Von der Beantragung des Visas bis hin zu simplen Dingen wie z.B. das Herumkommen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln. Dieses Abenteuer wird dein Vertrauen und deine Geduld testen. Super, oder? Unsere eigenen Grenzen anzustoßen und uns herauszufordern ist gesund und gut für unser Selbstbewusstsein und unsere Unabhängigkeit. Sei dankbar für gute Dinge in deinem Leben und rechne damit, dass auch mal schlechte passieren.
  5. Du wirst neue Bekanntschaften und Freundschaften machen. Ein Teil dieses Abenteuers ist es auch, neue Freunde zu finden. Klingt als würde man wieder in die erste Klasse versetzt. Ich kann mich noch genau daran erinnern als ich im Klassenzimmer saß und Angst hatte keine Freunde zu finden. Dieses Gefühl hatte ich hier in Amerika nie. Die Menschen sind super aufgeschlossen und sprechen einen direkt an. Selbst die Arbeiter an der Kasse im Einkaufsladen nehmen sich Zeit ein Pläuschen mit dir zu halten.Wenn du also gerade über ein Auslandsaufenthalt nachdenkst und das ein Punkt ist über den du dir Sorgen machst, lass dich deshalb nicht von deinem Traum abhalten. Du wirst so viele Leute kennenlernen, viele die in der gleichen Position sind wie du. Und viele davon werden dich inspirieren und eine positive Auswirkung auf dein Leben haben, glaub mir.
  6. Materielle Dinge werden an Stellenwert in deinem Leben verlieren. Nur mit dem nötigsten zu Leben ist super einfach und wird dich glücklich machen. Ich war ein Mensch dem es schwer fiel sich von etwas zu trennen und auf Trips lieber mehr eingepackt und rumgeschleppt hat, als auf etwas zu verzichten. Beim Koffer packen stand ich also vor der Frage, wie ich alle meine Sachen in diesen Koffer bekomme. Der Trick ist ganz einfach, nehm sie einfach nicht mit. Das Gefühl alle Sachen zu Hause zu lassen beim Packen ist super blöd, aber du wirst merken, dass du die ganzen Sachen gar nicht brauchst. Mein Tipp für dich: Mach dir eine Liste mit allen Dingen, die du für deinen Aufenthalt brauchst ohne darüber nachzudenken, was du alles hast.
  7. Du wirst Dinge aus deinem Leben in Deutschland/Österreich vermissen. Das härteste an einem Auslandsaufenthalt ist daran zu denken, was du alles in deiner Heimat verpassen wirst, Geburtstage, Weihnachten und alle Familienmomente. Das du in der Situation nicht einmal die Taschentücher und Schokolade von deiner Lieblingsmarke aus der Heimat hast macht die ganze Situation noch schlimmer. Leider gibt es nichts, was das Heimweh wegzaubert. Du wirst alle diese Sachen vermissen, aber nur physisch. In der heutigen Zeit der Technik bringt Skype Menschen näher zusammen, auch wenn man tausende Kilometer voneinander entfernt ist und die Zeit die man dann zusammen hat wird sehr viel Bedeuten. Lange Rede kurzer Sinn, Teile deine Gefühle mit den Leuten um dich herum, die wahrscheinlich genauso fühlen.Bald wirst du merken dass das was du dafür bekommst, so weit entfernt von der Heimat zu Leben Grund genug ist, zu bleiben.

 

Meine bucket list -  ein kleiner Vorgeschmack auf die Dinge, die ich während meines Auslandsaufenthaltes erlebt habe

  • Surfen im Pacific
  • Antelope Canyon
  • Horseshoe bend
  • Grand Canyon
  • Die Route 66 fahren
  • Disneyland
  • Laguna Beach
  • Los Angeles
  • San Diego
  • Eine alte Westernstadt besuchen (Oatman)
  • Joshua Tree
  • An einem Lake campen/im Auto übernachten (Lake Havasu)
  • Jetski fahren
  • Fallschirmspringen
  • Las Vegas
  • Karibik/Jamaica
  • San Francisco
  • Malibu
  • Den Pacifiv Coast Highway entlang fahren (Bin ich schon etliche Male drauf gefahren - verrückt)
  • Hawaii
  • Mexico/Cabo San Lucas
  • Bullhead City
  • Seattle
  • Kanada/Vancouver
  • Utah/Park City
  • Zion Nationalpark
  • Mammoth
  • Death Valley
  • Salton Sea
  • Salvation Mountain
  • Yosemite National Park
  • New York
  • Chicago
  • Florida

 

Wherever you go becomes a part of you somehow. - Anita Desai


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